Abschnitt: 3.5 Lineare Nyquistentzerrung
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Vergleich anhand des Systemwirkungsgrades

Für einen Systemvergleich eignet sich der Systemwirkungsgrad, der das erreichbare Detektions–SNR ρd in Bezug zum maximalen SNR ρd, max setzt, das allerdings nur bei idealem Kanal HK(f) = 1 erreichbar ist. Für den Systemwirkungsgrad gilt bei M–stufiger Übertragung und optimaler Nyquistentzerrung:
Die (normierte) Störleistung k0 kann dabei aus der Tabelle auf der letzten Seite abgelesen werden. Beachten Sie hierbei die Normierung der charakteristischen Kabeldämpfung a in der ersten Spalte.
Die folgende Tabelle aus [ST85] ermöglicht einen Systemvergleich für a = 80 dB. Verglichen werden
  • der gaußförmige Gesamtfrequenzgang (GTP) entsprechend Kapitel 3.4,
  • der optimale Nyquistentzerrer (ONE) entsprechend Kapitel 3.5.

Dieser Vergleich kann wie folgt zusammengefasst werden:
  • Im binären Fall (M = 2) ist das impulsinterferenzfreie System (ONE) um etwa 6 dB besser als das impulsinterferenzbehaftete System (GTP).
  • Wendet man die optimale Nyquistentzerrung bei Mehrstufensystemen an, so ist gegenüber (GTP) ein weiterer, deutlicher Störabstandsgewinn möglich. Für M = 4 ist dieser Gewinn > 18 dB.
  • Das schmalbandige GTP–System kann allerdings deutlich verbessert werden, wenn man einen Empfänger mit Entscheidungsrückkopplung verwendet. Dieser wird im Kapitel 3.6 behandelt.
Hinweis: Alle Ergebnisse von Kapitel 3.5 lassen sich mit folgendem Interaktionsmodul nachvollziehen:
Lineare Nyquistentzerrung (Dateigröße 456 kB)
 
 

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