Im Unterschied zu
Kapitel 3.3
ist das weiterhin redundanzfreie Sendesignal s(t) nun nicht mehr binär, sondern M–stufig, was sich allerdings nur im Wertevorrat der Amplitudenkoeffizienten auswirkt:
Dementsprechend besitzt der Entscheider nun nicht mehr nur eine, sondern M – 1 Entscheiderschwellen und im Augendiagramm sind bei geöffnetem Auge M – 1 Augenöffnungen erkennbar.
Vergleicht man die Augendiagramme (ohne Rauschen) eines binären (M = 2), eines ternären (M = 3) und eines quaternären (M = 4) Übertragungssystems bei gleichem vorgegebenen Detektionsgrundimpuls gd(t) und gleicher Symboldauer T, so erhält man für die halbe vertikale Augenöffnung allgemein:
Hierbei bezeichnet g0 = gd(t = 0) wie im
Kapitel 3.3
den Hauptwert, während die beiden Summen in obiger Gleichung die Vorläufer (zweiter Term) und Nachläufer (dritter Term) berücksichtigen. Dabei gilt stets gν = gd(t = ν · T).
Auf der nächsten Seite wird diese Gleichung an einem Beispiel verdeutlicht.