Abschnitt: 3.3 Berücksichtigung von Kanalverzerrungen und Entzerrung
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Erhöhung der Rauschleistung durch lineare Entzerrung (1)

Die Augendiagramme auf der letzten Seite dokumentieren eindrucksvoll die Erhöhung der Rauschleistung σd2 bei unveränderter vertikaler Augenöffnung, wenn man den Kanalfrequenzgang HK(f) empfangsseitig durch dessen Inverse kompensiert. Dieses Ergebnis soll nun anhand der Rauschleistungsdichte ΦdN(f) nach dem Empfangsfilter (vor dem Entscheider) interpretiert werden, wobei folgende Einstellungen gelten:
  • Der Kanal sei ein Koaxialkabel mit dem Betragsfrequenzgang
  • Der ideale Kanalentzerrer HK–1(f) kompensiert den Kanalfrequenzgang vollständig. Über die Realisierung der Dämpfungs– und Phasenentzerrung wird hier keine Aussage getroffen.
  • Zur Rauschleistungsbegrenzung wird ein Gaußtiefpass eingesetzt:
Damit gilt für die Rauschleistungsdichte vor dem Entscheider:
Dieser Verlauf ist nachfolgend für die beiden Grenzfrequenzen fG · T = 0.8 (links) bzw. fG · T = 0.4 (rechts) dargestellt. Die Interpretation erfolgt auf der nächsten Seite.

Beachten Sie, dass hier aus Darstellungsgründen die charakteristische Kabeldämpfung mit a = 15 dB (entsprechend 1.7 Np) deutlich kleiner gewählt ist als beim Augendiagramm auf der letzten Seite.
 
 

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