Abschnitt: 2.2 Redundanzfreie Codierung
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AKF und LDS eines Mehrstufensignals

Bei einem redundanzfrei codierten M–stufigen bipolaren Digitalsignal s(t) gilt für die diskrete AKF der Amplitudenkoeffizienten sowie für die entsprechende spektrale Leistungsdichte:
Unter Berücksichtigung der spektralen Formung durch den Sendegrundimpuls gs(t) erhält man:
Man erkennt aus diesen Gleichungen:
  • Bei redundanzfreier mehrstufiger Codierung wird die Form von AKF und LDS allein durch den Sendegrundimpuls bestimmt.
  • Die Höhe von AKF und LDS ist bei gleicher Form gegenüber dem redundanzfreien Binärsignal um den Faktor φa(λ = 0) = E[aν2] = (M + 1)/(3M – 3) geringer.
  • Dieser Faktor beschreibt die geringere Signalleistung des Mehrstufensignals aufgrund der M – 2 inneren Amplitudenkoeffizienten. Bei M = 3 ist dieser Faktor gleich 2/3, bei M = 4 gleich 5/9.
  • Ein fairer Vergleich zwischen Binärsignal und Mehrstufensignal bei gleichem Informationsfluss (äquivalente Bitrate) sollte aber auch die unterschiedlichen Symboldauern berücksichtigen.
  • Dabei zeigt sich, dass ein Mehrstufensignal aufgrund des schmaleren LDS weniger Bandbreite benötigt als das Binärsignal, wenn die gleiche Information übertragen wird.
Beispiel: Wir gehen von einer binären Quelle mit der Bitrate RB = 1 Mbit/s aus, so dass die Bitdauer TB = 1 μs beträgt. Bei Binärübertragung (M = 2) ist die Symboldauer T des Sendesignals gleich TB und es ergibt sich bei NRZ–Rechteckimpulsen die blau eingezeichnete AKF in der linken Grafik (vorausgesetzt ist s02 = 10 mW). Beim Quaternärsystem (M = 4) ist die AKF ebenfalls dreieckförmig, aber um den Faktor 5/9 niedriger und wegen T = 2 TB doppelt so breit.

Das si2–förmige Leistungsdichtespektrum hat im binären Fall bei den hier gewählten Signalparametern den Maximalwert 10–8 W/Hz und die erste Nullstelle liegt bei f = 1 MHz. Demgegenüber ist das LDS des Quaternärsignals nur halb so breit und auch nur geringfügig höher (Faktor 2 · 5/9 ≈ 1.11).
 
 

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