Abschnitt: 2.2 Redundanzfreie Codierung
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Redundanzfreies Ternär– und Quaternärsignal (1)

Ein Sonderfall eines Blockcodes ist die redundanzfreie Codierung. Ausgehend vom redundanzfreien binären Quellensignal q(t) mit Bitdauer Tq wird ein Mc–stufiges Codersignal c(t) generiert, wobei die Symboldauer Tc = Tq · ld(Mc) beträgt. Somit ergibt sich für die relative Redundanz:
Ist Mc eine Potenz zur Basis 2, so werden mq = ld(Mc) zu einem einzigen Codesymbol (mc = 1) zusammengefasst. Ist jedoch Mc keine Zweierpotenz, so ist eine hundertprozentig redundanzfreie Blockcodierung nicht möglich. Codiert man beispielsweise mq = 3 Binärsymbole durch mc = 2 Ternärsymbole und setzt Tc = 1.5 · Tq, so verbleibt eine relative Redundanz von 1 – 1.5/ld(3) ≈ 5%. Codiert man einen Block von 128 Binärsymbolen mit 81 Ternärsymbolen, so ergibt sich eine relative Coderedundanz von weniger als 0.3%.
Zur Vereinfachung der Schreibweise und zur Nomenklaturanpassung an das Kapitel 1 verwenden wir im Folgenden die Bitdauer TB = Tq des redundanzfreien binären Quellensignals, die Symboldauer T = Tc von Codersignal und Sendesignal sowie die Stufenzahl M = Mc. Damit gilt wie bei der Binärübertragung:
Die Amplitudenkoeffizienten aν können prinzipiell beliebig – aber eindeutig – den Codersymbolen cν zugeordnet werden. Es ist zweckmäßig, die Abstände zwischen benachbarten Amplituden gleich groß zu wählen. Bei bipolarer Signalisierung (–1 ≤ aμ ≤ +1) gilt somit für die möglichen Amplitudenkoeffizienten mit dem Laufindex μ = 1, ... , M:
Unabhängig von der Stufenzahl M erhält man hieraus für die äußeren Amplitudenkoeffizienten a1 = –1 und aM = +1. Bei einem ternären Signal (M = 3) sind die möglichen Amplitudenkoeffizienten –1, 0 und +1, während bei einem Quaternärsignal (M = 4) folgende Koeffizienten auftreten: –1, –1/3, +1/3, +1.
 
 

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