Überblick zu Kapitel 3 des Buches „Digitalsignalübertragung”
Im Mittelpunkt von Kapitel 3 stehen die Impulsinterferenzen, die beispielsweise durch Verzerrungen des Übertragungskanals entstehen oder mit einer von der Nyquistbedingung abweichenden Realisierung des Empfangsfilters zusammenhängen. In den Kapiteln 3.5 bis 3.8 werden einige Entzerrungsverfahren beschrieben, mit denen die Systemdegradation durch Impulsinterferenzen abgemildert werden kann.
Im Einzelnen werden behandelt:
die Ursachen und Auswirkungen von Impulsinterferenzen,
das Augendiagramm als geeignetes Hilfsmittel zur Beschreibung von Impulsinterferenzen,
die Fehlerwahrscheinlichkeitsberechnung unter Berücksichtigung von Kanalverzerrungen,
der Einfluss von Impulsinterferenzen bei mehrstufiger und/oder codierter Übertragung,
der optimale Nyquistentzerrer als Beispiel für die lineare Kanalentzerrung,
die Entscheidungsrückkopplung (DFE) – eine effektive nichtlineare Realisierung des Detektors,
der Korrelationsempfänger als Beispiel für Maximum–Likelihood– bzw. MAP–Detektoren, und
der Viterbi–Empfänger, ein aufwandsreduzierter MAP–Entscheidungsalgorithmus.
Die Beschreibung erfolgt durchgehend im Basisband. Die Ergebnisse lassen sich jedoch problemlos auch auf die im Kapitel 1.5 behandelten Trägerfrequenzsysteme anwenden.
Die grundlegende Theorie wird auf 64 Bildschirmseiten dargelegt. Außerdem beinhaltet dieses Kapitel 13 Aufgaben und 8 Zusatzaufgaben mit insgesamt 103 Teilaufgaben sowie 83 Grafiken. Die 5 Lernvideos (LV) und 10 Interaktionsmodule (IM) sind nachfolgend aufgeführt:
Weitere Informationen zu diesem Thema sowie Aufgaben, Simulationen und Programmierübungen finden Sie im Versuch „3: Impulsinterferenzen und Entzerrung” des Software–Praktikums Simulation digitaler Übertragungssysteme, das seit Jahren von Prof. Günter Söder (Lehrstuhl für Nachrichtentechnik) für Studierende der Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU München angeboten wird. Dieser Versuch basiert auf vier der 24 DOS-Programme des Lehrsoftwarepakets LNTsim.