Bei rechteckförmigen NRZ–Sendeimpulsen kann das Matched–Filter auch als Integrator (jeweils über eine Symboldauer T) realisiert werden. Damit gilt für das Detektionssignal zu den Detektionszeitpunkten:
Die folgende Grafik verdeutlicht die Unterschiede bei der Realisierung des optimalen Binärempfängers mit Matched–Filter (MF) bzw. „Integrate & Dump” (I&D).
Man erkennt aus diesen Signalverläufen:
Das Detektionsnutzsignal dS(t) ist zu den Detektionszeitpunkten in beiden Fällen gleich ±s0.
Die unterschiedlichen Detektionszeitpunkte sind darauf zurückzuführen, dass das Matched–Filter im Gegensatz zu „Integrate & Dump” als akausal angesetzt wurde (siehe letzte Seite).
Beim MF–Empfänger ist die Varianz des Detektionsstörsignals zu allen Zeiten t gleich:
Dagegen nimmt beim I&D–Empfänger die Varianz von Symbolanfang bis Symbolende zu.
Zu den Detektionszeitpunkten νT ist jedoch die Detektionsstörleistung in beiden Fällen gleich, so dass sich auch die genau gleiche Bitfehlerwahrscheinlichkeit ergibt: