Abschnitt: 1.2 Fehlerwahrscheinlichkeit bei Basisbandübertragung
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Fehlerwahrscheinlichkeit bei Gaußschem Rauschen (1)

Entsprechend den Voraussetzungen zu diesem Kapitel gehen wir davon aus, dass das Detektionssignal zu den Detektionszeitpunkten wie folgt dargestellt werden kann:
Der binäre Nutzanteil wird durch die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion (WDF) fdS(dS) beschrieben, wobei in nachfolgender Grafik von unterschiedlichen Auftrittswahrscheinlichkeiten pL = Pr(dS = –s0) und pH = Pr(dS = +s0) = 1– pL ausgegangen wird. Die WDF fdN(dN) der Störkomponente ist gaußförmig und besitzt die Streuung σd.

Die WDF fd(d) der Detektionsabtastwerte d(νT) ergibt sich unter der Voraussetzung, dass dS(νT) und dN(νT) statistisch unabhängig voneinander sind („signalunabhängiges Rauschen”), als Faltungsprodukt:
Der Schwellenwertentscheider mit der Schwelle E = 0 trifft dann eine falsche Entscheidung, wenn
  • das Symbol L gesendet wurde (dS = –s0) und d > 0 ist (rote Fläche), oder
  • das Symbol H gesendet wurde (dS = +s0) und d < 0 ist (blaue Fläche).
Da die Flächen der zwei Gaußkurven zusammen 1 ergeben, gibt die Summe aus roter und blauer Fläche die Bitfehlerwahrscheinlichkeit pB an. Die beiden grünen Flächen in der WDF fdN(dN) sind – jede für sich – ebenfalls gleich pB.
 
 

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