Claude Elwood Shannon, wurde am 30. April 1916 nordwestlich von Detroit in Gaylord/Michigan geboren. Er studierte zunächst an der Universität von Michigan und dann am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er 1936 den Bachelorabschluss erhält, 1938 seine Diplomarbeit (Master Thesis) zum Thema „A Symbolic Analysis of Relay and Switching Circuits” schreibt und 1940 seine Dissertation (Ph.D.) „An Algebra for Theoretical Genetics” einreicht.
Von 1941 bis 1956 arbeitet Shannon in den Bell Labs, mit denen er bis 1972 eng verbunden bleibt. 1956 wird er Gastprofessor am MIT, 1958 Mitglied des Lehrkörpers und 1978 Emeritus. 1954 erhält er zwei Ehrendoktorate, einen vom MIT und einen von der Yale University. 1962 wird er von der IEEE mit dem Mervin J. Kelly Award ausgezeichnet.
Shannon führte bis zu seinem Tod am 24. Februar 2001 eine sehr glückliche Ehe. Seine Frau Mary, eine Mathematikerin, wird in den Dankparagraphen seiner Publikationen immer wieder erwähnt und hat ihn in den letzten Jahren seiner schweren Krankheit (Alzheimer) betreut und versorgt. Das Ehepaar hatte drei Kinder, Robert James, Andrew Moore und Margarita Catherine.
Shannon hat die Theorie der Informationstechnik entscheidend geprägt. Schon seine Master Thesis zum Thema
„A Symbolic Analysis of Relay and Switching Circuits”
im Jahr 1938 war zu seiner Zeit revolutionär und wurde – wenn auch erst einige Jahre später – in der Fachwelt entsprechend gewürdigt.
Aus der Vielzahl von Shannons Gedanken und Ausarbeitungen zur Informationstheorie sollen hier nur einige aufgeführt werden:
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Die Definition von Information als „die Abnahme der Ungewissheit über das Eintreten eines statistischen Ereignisses”.
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Die Theorie und Grenzen der Quellencodierung. Auch die besten Datenkomprimierungsverfahren liefern kein besseres Ergebnis als die 1949 von Shannon angegebene Grenze.
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Die Theorie der Kanalcodierung und die Grenzen der Informationsübertragung („Kanalkapazität”).
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Der Separierungssatz, der besagt, dass Quellen– und Kanalcodierung getrennt behandelt werden können.
Auch Shannons Arbeiten zur Verschlüsselungstechnik, nach heutigem Sprachgebrauch die Kryptografie, aus den 1940–er Jahren sind selbst aus heutiger Sicht noch hochaktuell.
Diese Kurzbiografie beinhaltet Teile der Würdigung von Prof. Heinz Zemanek (TU Wien), die im Heft 4/2001 der Zeitschrift „it+ti – Informationstechnik und Technische Informatik” erschienen ist.