Abschnitt: 2.3 xDSL als Übertragungstechnik
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Grundlagen von DMT – Discrete Multitone Transmission (1)

Discrete Multitone Transmission (DMT) bezeichnet ein Mehrträgermodulationsverfahren, das nahezu identisch mit Orthogonal Frequency Division Multiplexing (OFDM) ist. Der Begriff „DMT” wird meist bei leitungsgebundener Übertragung verwendet, während in der drahtlosen Nachrichtenübertragung die Bezeichnung „OFDM” üblich ist.
Bei beiden Modulationsarten wird die gesamte Systembandbreite in eine große Anzahl schmalbandiger, äquidistant angeordneter Subkanäle unterteilt. Die jeweiligen Subträgersignale sk(t) werden individuell mit komplexen Datensymbolen beaufschlagt, die hier mit Dk bezeichnet werden, und die Summe der modulierten Subträgersignale wird als Sendesignal s(t) übertragen.

Die Grafik verdeutlicht das Prinzip von OFDM und DMT im Frequenzbereich, wobei teilweise die für ADSL/DMT spezifizierten Werte verwendet sind:
  • 255 Subträger mit den Trägerfrequenzen k · f0 (k = 1, … , 255),
  • Grundfrequenz f0 = 4.3125 kHz, da 4000 Datenrahmen pro Sekunde übertragen werden, nach 68 Datenrahmen ein Synchronisationsrahmen eingefügt wird und aufgrund des zyklischen Präfix (siehe Kapitel 2.4) die Symboldauer T = 1/f0 noch um den Faktor 16/17 verkürzt werden muss.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen OFDM und DMT besteht darin, dass
  • das dargestellte Spektrum S(f) bei OFDM in Wirklichkeit ein äquivalentes Tiefpass-Spektrum STP(f) beschreibt und noch die Verschiebung um eine Trägerfrequenz fT zu berücksichtigen ist:
  • bei DMT dagegen noch die Anteile bei negativen Frequenzen berücksichtigt werden müssen, die mit den konjugiert–komplexen Spektralkoeffizienten zu gewichten sind:
Die Beschreibung wird auf der nächsten Seite fortgesetzt.
 
 

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