Abschnitt: 2.3 xDSL als Übertragungstechnik
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Grundlagen der Quadratur-Amplitudenmodulation (1)

Die folgende Grafik zeigt das Referenzmodell für QAM–ADSL, wobei wir uns hier nur mit den beiden roten Funktionsblöcken QAM–Modulator und QAM–Demodulator beschäftigen wollen. Die hier blau gezeichneten Einheiten verschiedener Fehlerschutzmaßnahmen werden im Kapitel 2.4 behandelt.

Die Trägerfrequenz fT liegt jeweils innerhalb des spezifizierten Auf– und Abwärts–Bandes der jeweiligen xDSL–Variante. Sie wird ebenso wie die Signalraumgröße (zwischen 4 und 256 Signalraumpunkte) und die Symbolrate durch Kanalmessungen bei der Initialisierung der Übertragung festgelegt.
Für QAM–ADSL wurden folgende Symbolraten (in kBaud = 1000 Symbole/s) festgelegt:
  • 20, 40, 84, 100, 120, 136 im Upstream,
  • 40, 126, 160, 252, 336, 504, 806.4, 1008 im Downstream.
Das Prinzip der Quadratur–Amplitudenmodulation (QAM) wurde bereits ausführlich im Kapitel 4.3 des Buches „Modulationsverfahren” beschrieben. Hier folgt nur eine kurze Zusammenfassung, die sich auf die untere Grafik bezieht:
  • QAM ist ein Einträgermodulationsverfahren um die Trägerfrequenz fT. Zunächst erfolgt eine blockweise Seriell–/Parallelwandlung des eingehenden Bitstroms und die Signalraumzuordnung.
  • Dabei werden aus jeweils b binären Eingangssymbolen zwei mehrstufige Amplitudenkoeffizienten aIn und aQn abgeleitet (Inphase– und Quadraturkomponente), wobei beide Koeffizienten jeweils einen von M = 2b/2 möglichen Amplitudenwerten annehmen können.
  • Das in der Grafik betrachtete Beispiel gilt für die 16–QAM mit b = M = 4 und dementsprechend 16 Signalraumpunkten. Bei einer 256–QAM würde b = 8 und M = 16 gelten (2b = M2 = 256).

Die Bildbeschreibung wird auf der nächsten Seite fortgesetzt.
 
 

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