Um eine bessere Dienstgüte zu erreichen, wurde der UMTS–Standard Release 99 weiter entwickelt. Die wichtigsten Weiterentwicklungen waren:
UMTS Release 5 mit HSDPA (2002),
UMTS Release 6 mit HSUPA (2004).
Zusammengefasst werden diese beiden Entwicklungen als High–Speed Packet Access (HSPA).
Das Schaubild zeigt einige Eigenschaften von HSDPA und HSUPA, die besonders zur Steigerung der Leistungsfähigkeit beitragen:
Beide nutzen Hybrid Automatic Repeat Request (HARQ) und Node B Scheduling.
Mit HSDPA wurde neu der Hochgeschwindigkeits–Transportkanal HS–PDSCH (High–Speed Physical Downlink Shared Channel) eingeführt, der von mehreren Nutzern gemeinsam belegt wird und die simultane Übertragung gleicher Daten an unterschiedliche Teilnehmer ermöglicht.
Beim HSUPA–Standard gibt es den zusätzlichen Transportkanal Enhanced Dedicated Channel (E–DCH). Dieser minimiert unter anderem den negativen Einfluss von Anwendungen mit sehr intensivem bzw. stark unterschiedlichem Datenaufkommen.
Bei HSPA wird eine adaptive Modulation und Codierung verwendet; die Übertragungsrate wird entsprechend angepasst. Bei guten Bedingungen wird eine 16–QAM (4 bit pro Symbol) bzw. 64–QAM (6 bit pro Symbol) verwendet, bei schlechteren Bedingungen nur 4–QAM (QPSK).
Die maximal erreichbare Bitrate hängt zum einen von der Leistungsfähigkeit des Empfängers ab, zum anderen auch vom Transportformat und den Ressourcenkombinationen (TFRC).
Von den 10 spezifizierten TFRC–Klassen seien hier willkürlich nur einige aufgeführt:
TFRC2: QPSK (4–QAM) mit Coderate 1/2 ⇒ Bitrate 240 kbit/s,