Abschnitt: 1.4 Weiterentwicklungen von ISDN
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ATM–Technik

Das Breitband–ISDN basiert auf der so genannten ATM–Technik (Asynchronous Transfer Mode). Gegenüber PCM 30 bietet ATM folgende Vorteile für Breitbanddienste und –Anwendungen:
  • flexible Zugriffsmöglichkeiten auf die Daten,
  • eine gute Anpassung an hohe Bitraten.
Hier folgt nur eine kurze Beschreibung des ATM–Verfahrens und seiner Funktionsweise. ATM ist eine spezielle verbindungsorientierte Paketvermittlung, wobei die Pakete hier als ATM–Zellen bezeichnet werden. Es handelt es sich also um eine paketorientierte Übertragung von Zellen.

Die Grafik zeigt die ATM–Zellenstruktur. Jede ATM–Zelle setzt sich aus 53 Byte zusammen und besteht aus dem Zellenkopf (5 Byte) sowie einem Informationsfeld (48 Byte), das für die Übertragung von Nutzinformationen oder Signalisierungsdaten verwendet wird. Der Zellenkopf enthält:
  • den Generic Flow Control (GFC) – 4 Bit zur Steuerung des Zellflusses,
  • den Virtual Path Identifier (VPI) – 8 Bit zur virtuellen Pfadkennung,
  • den Virtual Channel Identifier (VCI) – 16 Bit zur virtuellen Kanalkennzeichnung,
  • den Payload Type (PT) – 3 Bit zur Beschreibung des Zellentyps,
  • die Cell Loss Priority (CLP) – ein Bit, um einen Zellenverlust zu erkennen,
  • den Header Error Control (HEC) – 8 Bit, um Übertragungsfehler im Zellenkopf zu vermeiden.
Bei ATM werden die von den Endgeräten asynchron ankommenden Zellen im Zeitmultiplexverfahren übertragen. Kommen keine Zellen an, so werden Leerzellen erzeugt, so dass auf der Leitung stets ein kontinuierlicher Zellenstrom vorliegt. ATM ist in dem Sinn asynchron, dass Zellen mit Nutzinformation nicht periodisch auftreten müssen.
Weitere Informationen zu ATM finden Sie im nachfolgenden Kapitel „DSL – Digital Subscriber Line”, das ebenfalls die ATM–Technik benutzt.
 
 

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