Abschnitt: 1.4 Weiterentwicklungen von ISDN
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UG2–Schnittstelle

Bei Glasfaseranbindung wird der Referenzpunkt zwischen Netzabschluss und Ortsvermittlungsstelle mit UG2 bezeichnet. Diese Schnittstelle besteht aus zwei Glasfasern für die beiden Übertragungsrichtungen.
Da man den ternären HDB3–Code mit dem Wertevorrat {–1, 0, +1} der S2M–Schnittstelle in optischer Form ohne aufwändigen optischen Modulator nicht übertragen kann, muss für die UG2–Schnittstelle dieser wieder in einen Binärcode mit den Elementen „0” und „1” gewandelt werden. Diese Umwandlung erfolgt redundant mit dem 1T2B–Code. Das heißt: Jedes Ternärsymbol wird durch zwei Binärsymbole gemäß der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Die Coderedundanz ist hierbei gleich 1 – ld(3)/2 ≈ 20.7%.

Daraus ergeben sich folgende Eigenschaften:
  • Durch die Umsetzung wird die Schrittgeschwindigkeit auf 4096 kbit/s verdoppelt, was prinzipiell von Nachteil ist, aber durch die Vorteile der optischen Übertragung mehr als ausgeglichen wird.
  • Ein echter Nachteil ist der zusätzliche Aufwand des Empfängers für die Umsetzung des optischen Signals in ein elektrisches Signal.
 
 

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