Die Synchronisation ist beim Primärmultiplexanschluss jeweils im Kanal 0 (Synchronisierungskanal) eines Rahmens realisiert. Man verwendet dafür den Cyclic Redundancy Check (CRC4), der in aller Kürze wie folgt dargestellt werden kann:
Der Kanal 0 eines jeden ungeraden Zeitrahmens (Nummer 1, 3, ... , 15) überträgt das so genannte Rahmenkennwort (RKW), während jeder gerade Rahmen (Nummer 2, 4, ... , 16) von Kanal 0 das Meldewort (MW) beinhaltet.
Anhand des Rahmenkennworts mit dem festen Bitmuster X001 1011 wird die Synchronisation zwischen der Sende– und der Empfangsrichtung hergestellt. Das erste Bit X∈ {0, 1} wird dabei durch das CRC4–Verfahren bestimmt.
Das Meldewort lautet X1DN YYYY. Über das D–Bit und N–Bit werden Fehlermeldungen signalisiert. Die vier Y–Bits sind für Service–Funktionen reserviert. Das X–Bit wird wieder durch das CRC4–Verfahren gewonnen.
Für das CRC4–Verfahren werden 16 X–Bits und damit 16 aufeinander folgende Pulsrahmen benötigt, die in zwei Mehrfachrahmen aufgeteilt werden. Die Länge eines Mehrfachrahmens ist deshalb 8 · 256 Bit = 2048 Bit und die Zeitdauer beträgt 8 · 125 µs = 1 ms.
Die CRC4–Prüfsumme wird als Folge von 4 Bit (C0 bis C3) in jedem Mehrfachrahmen gebildet und liefert das jeweils erste Bit (X) für vier aufeinander folgende Rahmenkennworte.
Die Tabelle zeigt die jeweilige Rahmenbelegung des Synchronisierungskanals 0 für einen Zyklus des CRC4–Verfahrens.