Abschnitt: 1.3 ISDN–Primärmultiplexanschluss
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Rahmenstruktur von S2M– und UK2–Schnittstelle

Die S2M–Schnittstelle stellt die Verbindung zwischen Telekommunikationsanlage und Netzabschluss (NTPM) dar, die mit zwei Kupferdoppeladern realisiert wird. Da hier nur ein Punkt–zu–Punkt–Betrieb möglich ist, ist die S2M–Schnittstelle nicht als Bus ausgelegt wie die S0–Schnittstelle beim Basisanschluss, und daher ist hier auch kein Kollisionserkennungsverfahren erforderlich.

Die Grafik zeigt die Rahmenstruktur der S2M–Schnittstelle. Man erkennt:
  • Im Zeitmultiplex wird alle 125 Mikrosekunden ein TDMA–Rahmen übertragen. Jeder der 32 Kanäle belegt den TDMA–Rahmen allerdings nur für die Dauer von 125 µs/32 = 3.906 µs.
  • Pro Kanal und TDMA–Rahmen werden acht Bit übertragen; die Bitdauer ist TB = 3.906 µs/8 = 0.488 µs. Deren Kehrwert ergibt die Brutto–Datenrate RB = 2.048 Mbit/s.
  • Die Kanäle 1 bis 15 sowie 17 bis 31 stellen die Nutzkanäle (B–Kanäle) dar, die alle mit 64 kbit/s unabhängig voneinander betrieben werden. Der Kanal 16 (D–Kanal, in der Grafik rot markiert) sorgt für die Steuerung dieser B–Kanäle und der gesamten Telefonanlage.
  • Der Kanal 0 (Synchronisationskanal, blau markiert) dient bei ungeradem Rahmen (1, 3, 5, ...) zur Rahmenerkennung, während die geraden Rahmen (2, 4, 6, ...) für Wartungszwecke und für die Fehlerbehandlung genutzt werden. Beides geschieht mit Hilfe des CRC4–Verfahrens, das auf der nächsten Seite genauer beschrieben wird.
Die UK2–Schnittstelle weist genau die gleichen Eigenschaften wie die S2M–Schnittstelle auf und besitzt damit auch die genau gleiche Rahmenstruktur.
 
 

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