Ein weiteres Merkmal von HSDPA ist die Reduzierung der Paketumlaufzeit (englisch: Round–Trip Delay, RTD) und die Verwendung des HARQ–Verfahrens:
Die Paketumlaufzeit wurde durch HSDPA auf 70 ms gesenkt (gegenüber 160 ... 200 ms bei UMTS R’99), was für einige Anwendungen (zum Beispiel Web–Browsing) von großer Bedeutung ist. Diese Reduzierung wurde durch Verringern der Transportblocklänge auf ca. 2 Millisekunden erreicht (vorher hatte diese 10 ms bzw. 20 ms betragen).
In jedem Node B wurde ein Hybrid Automatic Repeat Request (HARQ) implementiert, um die Übertragungsverzögerungen zu minimieren. Dieser Mechanismus verhindert, dass es durch das erneute Übertragen von fehlerhaften Blöcken zu signifikanten Verzögerungen kommt. Solche Verzögerungen können nämlich vom TCP–Protokoll als Blockierungen interpretiert werden, was dann zu weiteren Verzögerungen führt.
Unter Verwendung des HARQ–Mechanismus und mit Transportblocklängen von 2 ms betragen die Übertragungsverzögerungen in HSPDA weniger als 10 ms. Dies stellt eine entscheidende Verbesserung im Vergleich zu UMTS dar, bei dem eine Fehlerdetektion (verbunden mit einer erneuten Übertragung) ca. 90 ms in Anspruch nimmt.
Beim HARQ–Verfahren wird bei jedem einzelnen Transportrahmen die Detektion eines bzw. keines Fehlers (englisch: Acknowledgement, ACK/NACK) quittiert. Dieses Verfahren wird als Stop and Wait (SAW) bezeichnet.
Die Grafik zeigt die erreichbare Datenrate in Abhängigkeit des Quotienten EB/N0 (in dB). Man erkennt entscheidende Verbesserungen durch den HARQ–Mechanismus, insbesondere bei kleinen Werten von EB/N0. Dagegen wird mit HARQ die Datenrate nicht weiter vergrößert, wenn 10 · lg EB/N0 > 2 dB ist.