Abschnitt: 4.1 Allgemeine Beschreibung von UMTS
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Vollduplexverfahren (1)

Um die beiden Übertragungsrichtungen Uplink und Downlink zu trennen, werden in UMTS zwei unterschiedliche Betriebsmodi unterstützt. Man unterscheidet:
  • UMTS Terrestrial Radio Access Frequency Division Duplex (UTRA–FDD),
  • UMTS Terrestrial Radio Access Time Division Duplex (UTRA–TDD).
Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Modi zeigt sich vor allem in der physikalischen Ebene des Protokollstapels. Die beiden Verfahren unterscheiden sich dabei sowohl in ihren Duplex– als auch in ihren Vielfachzugriffsverfahren.

Im UTRA–FDD–Modus werden, wie in der Grafik zu sehen ist, die Uplink– und Downlink–Daten gleichzeitig auf unterschiedlichen, aber korrespondierenden gepaarten Frequenzblöcken zu je 5 MHz übertragen. Dabei ist zu beachten:
  • Daten verschiedener Teilnehmer werden auf dem gleichen Frequenzband gesendet und empfangen. Die Verwendung von verschiedenen CDMA–Spreizcodes ermöglicht die Trennung der jeweiligen Teilnehmerdaten.
  • Es wird außerdem das TDMA–Verfahren verwendet, um periodische Funktionen wie z.B. die Leistungssteuerung zu realisieren.
  • Das FDMA–Verfahren kann zusätzlich zu CDMA und TDMA genutzt werden, wenn der Netzbetreiber über mehr als einen Frequenzkanal verfügt.
Der FDD–Modus wird nur in Europa und meist bei symmetrischen Diensten verwendet, deren Bandbreitenanforderungen im Uplink und im Downlink etwa gleich sind. Dies ist zum Beispiel bei der Sprachkommunikation oder der Videotelefonie der Fall.
 
 

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