Abschnitt: 4.2 UMTS–Netzarchitektur
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Physikalische Kanäle (1)

Physikalische Kanäle dienen der Kommunikation auf der physikalischen Schicht der Funkschnittstelle und werden innerhalb einer Basisstation (Node B) verarbeitet. Man unterscheidet zwischen dedizierten physikalischen Kanälen und gemeinsam genutzten physikalischen Kanälen.
Die dedizierten physikalischen Kanäle werden einzelnen Kommunikationspartnern fest zugewiesen. Zu diesen gehören:
  • Dedicated Physical Data Channel (DPDCH) – Dabei handelt es sich um einen unidirektionalen Uplink–Kanal, der Nutz– und Signalisierungsdaten aus höheren Schichten transportiert.
  • Dedicated Physical Control Channel (DPCCH) – Dieser Kontrollkanal enthält Informationen der physikalischen Schicht für die Steuerung der Übertragung, Leitungssteuerungs–Kommandos und Transportformat–Indikatoren, um nur einige Beispiele zu nennen.
  • Dedicated Physical Channel (DPCH) – Dieser Kanal umfasst den DPDCH und den DPCCH im Downlink und hat eine Länge von 2560 Chips.
Die Grafik zeigt den strukturellen Aufbau des DPDCH (blau), des DPCCH (rot) sowie des einhüllenden DPCH. Im DPCH werden in 10 ms genau 15 · 2560 = 38400 Chips übertragen, woraus sich für die Chiprate 3.84 Mchip/s ergibt.

Die Nutzdaten im DPDCH werden aufgesplittet und pro Zeitschlitz werden – je nach Spreizfaktor J – zwischen 10 (J = 256) und 640 (J = 4) Bit übertragen. Im DPCCH werden einheitlich pro Zeitschlitz 10 Kontrollbits übertragen.
 
 

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