UMTS–Netze unterstützen sowohl die Leitungs– als auch die Paketvermittlung:
Bei der Leitungsvermittlung (englisch: Circuit Switching, CS) wird der Funkkanal während der gesamten Dauer der Verbindung den beiden Kommunikationspartnern so lange zugewiesen, bis alle Informationen übertragen wurden. Erst danach wird der Kanal freigegeben.
Bei der Paketvermittlung (englisch: Packet Switching, PS) können die Teilnehmer den Kanal nicht exklusiv nutzen, sondern der Datenstrom wird im Sender in kleine Datenpakete – jeweils mit der Zieladresse im Header versehen – aufgeteilt, und erst danach versendet. Der Kanal wird von mehreren Teilnehmern gemeinsam benutzt.
Diese beiden Modi erkennt man auch in der Architektur der Zugangsebene des UMTS–Netzes im Core Network (CN) wieder, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt ist.
Die Zugangsebene kann man in zwei Hauptblöcke unterteilen. Man unterscheidet bei UMTS:
Das UMTS Terrestrial Radio Access Network (UTRAN) sichert die Funkübertragung von Daten zwischen der Transportebene und der Funknetzebene.
Das Core Network (CN) ist für die Vermittlung der Daten (sowohl circuit-switched als auch packet-switched) innerhalb des UMTS–Netzes zuständig.
Auf der nächsten Seite werden die Aufgaben von UTRAN und CN noch genauer erläutert.