Abschnitt: 1.1 Allgemeine Beschreibung von ISDN
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Entstehung und historische Entwicklung

Nachfolgend sind einige Daten zur historischen Entwicklung der digitalen Übertragungstechnik und Vermittlungstechnik – insbesondere von ISDN – zusammengestellt. Hierbei beschränken wir uns vorwiegend auf die Entwicklungen in Deutschland. Weitere Informationen hierüber findet man in [Sie02].
  • Um 1970 – Weltweit wird die Notwendigkeit digitaler Teilnehmeranschlüsse erkannt; dies ist der Anfang der digitalen Übertragungstechnik mit Pulscodemodulation (PCM).
  • 1979 – Entscheidung der Deutschen Bundespost (DBP), alle Vermittlungsstellen zu digitalisieren.
  • Um 1980 – Erste ISDN–Spezifikation durch das Comité Consultatif International Téléphonique et Télégraphique (CCITT) – heute International Telecommunication Union (ITU).
  • 1982 – Entscheidung der DBP für die Einführung von ISDN und Konkretisierung der Pläne. Bis zur Einführung dauert es allerdings noch sieben Jahre.
  • 1984/85 – Inbetriebnahme der ersten digitalen Fern– und Ortsvermittlungsstellen durch die Deutsche Bundespost.
  • 1987 – Start zweier ISDN–Pilotprojekte der DBP in Mannheim und Stuttgart.
  • 1989 – Beginn des offiziellen Betriebs des nationalen ISDN nach dem 1TR6–Standard am 08.03. auf der CeBIT in Hannover; Spezifikation eines europaweit einheitlichen ISDN (Euro–ISDN).
  • 1993/94 – ISDN–Flächendeckung in den alten Ländern der Bundesrepublik Deutschland; Beginn des Breitband–ISDN-Pilotprojekts (ATM) der inzwischen privatisierten Deutschen Telekom.
  • 1995 – Offizielle Einführung des europaweiten ISDN nach dem DSS1–Standard (Euro–ISDN).
  • 1996 – Einführung des Breitband–ISDN–Regeldienstes.
  • 1998 – Vollständig digitalisiertes Netz in Deutschland.
Die linke Grafik zeigt die Zunahme der ISDN–Teilnehmer in Deutschland (blaue Balken). Bereits 1999 wird die Zehnmillionen–Marke überschritten und 2002 gibt es schon 20 Millionen ISDN–Teilnehmer in Deutschland. Im Jahr 2004 sind schon die Hälfte aller Schmalbandkanäle digital, nachdem die Zahl der analogen Telefonanschlüsse schon ab 2000 jährlich weniger wurden.

Aus der Grafik kann man aber auch eine gewisse Sättigung (mathematisch ausgedrückt: eine negative zweite Ableitung) der ISDN–Kurve ablesen. Dies hängt unmittelbar mit der Erfolgsgeschichte von DSL (Digital Subscriber Line) zusammen, die etwa 2001 beginnt. Hierzu mehr im Kapitel 2 dieses Buches.
 
 

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