Der seit Ende der 1980er Jahre etablierte Standard ISDN (Integrated Services Digital Network) ist ein dienstintegriertes digitales Kommunikationsnetz mit dem Ziel,
die bis dahin übliche analoge Signalübertragung über Telefonleitungen zu digitalisieren und dadurch eine bessere Sprachqualität zu erzielen,
die für die analoge Signalübertragung vorhandene Netzinfrasruktur – insbesondere die für teueres Geld über viele Jahre verlegten Kupferkabel – weiter zu nutzen,
verschiedene Informationsquellen wie Sprache, Texte, Daten und Videos, aber auch die zu dieser Zeit aufkommende Multimediakommunikation in einem einzigen Netz zu integrieren,
unterschiedliche Fernmeldedienste wie Telefonieren, Faxen, Internetsurfen und vieles mehr über das bestehende Leitungsnetz gleichzeitig zu ermöglichen,
die Zahl der erforderlichen Leitungen möglichst gering zu halten, ohne dadurch die Qualität der Übertragung zu beeinträchtigen, und schließlich
eine Datenrate (Übertragungsgeschwindigkeit) von 64 kbit/s bereitzustellen, die bei der Einführung von ISDN auch für den Datenverkehr als ausreichend angesehen wurde.
Man unterscheidet bei ISDN zwischen
dem ISDN-Basisanschluss mit zwei so genannten B–Kanälen (Bearer Channels) zu je 64 kbit/s und einem D–Kanal (Data Channel) mit 16 kbit/s – siehe
Durch Kanalbündelung kann die Datenrate auf 128 kbit/s erhöht werden. Seit der ISDN–Einführung im März 1989 wurde zudem die Qualität der Sprachübertragung sowie die Bitfehlerquote bei der Datenübermittlung stetig verbessert. Durch das 1994 standardisierte Breitband–ISDN (B–ISDN) auf ATM–Basis sind auch noch deutlich höhere Datenraten möglich – sieheKapitel 1.4.