Die letzte GSM–Erweiterung Enhanced Data Rates for GSM–Evolution (EDGE) mit dem Ziel, die Datenübertragungsrate in GSM-Mobilfunknetzen zu erhöhen, benutzt neben Gaussian Minimum Shift Keying (GMSK) als zusätzliches Modulationsverfahren 8–Phase Shift Keying (8–PSK). Bei diesem gibt es acht verschiedene Symbole (bei GMSK nur zwei), die sich durch unterschiedliche Phasenlagen bei Vielfachen von 45° unterscheiden. Das bedeutet, dass mit jedem Symbol drei Datenbits übertragen werden können, wodurch die Datenrate im Vergleich zu GPRS um den Faktor 3 gesteigert wird.
Mit der Definition von EDGE wird HSCSD zu „Enhanced Circuit Switched Data” (E–CSD) und GPRS zu „Enhanced–GPRS” (E–GPRS). T–mobile ist allerdings der einzige Netzbetreiber in Deutschland, der seit Anfang 2006 in seinem Netz EDGE anbietet.
Die Grafik zeigt den Normal Burst von EDGE bzw. E–GPRS. Man erkennt folgende Unterschiede zumGSM–Normal Burst:
Der Normal Burst besteht bei EDGE aus 468.75 Bit anstelle der 156.25 Bit bei GSM, woraus die Verdreifachung der Datenrate ersichtlich ist.
Wie bei GSM gibt es zwei Stealing Flags, während Tailbits, Trainingssequenz und Guard Period jeweils verdreifacht werden. Damit verbleiben für das Datenfeld 57 · 3 + 2 = 173 Bit.
Somit werden bei E–GPRS im Normal Burst 346 Bit kanalcodierte Daten (Coderate 1/2) pro 577 μs übertragen, was einer Netto–Datenrate von ca. 75 kbit/s entspricht.