Abschnitt: 3.4 Gesamtes GSM–Übertragungssystem
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Verschlüsselung

Die erste gemeinsame Systemkomponente für Sprach– und Datenübertragung im Blockschaltbild des GSM–Senders auf der ersten Seite dieses Abschnitts ist die Verschlüsselung, die verhindern soll, dass Unbefugte Zugriff auf die Daten erhalten.
Die Chiffrierung der Signalisierungs– und Nutzdaten erfolgt sowohl in der Mobilstation (MS) als auch in der Basisstation (BTS) jeweils nach Kanalcodierung und Interleaving, also vor der Abbildung auf die Burst–Ebene und der GMSK–Modulation. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Verfahren:
  • Symmetrische Verschlüsselung: Diese kennt nur einen geheimen Schlüssel, der sowohl zur Verschlüsselung und Chiffrierung der Nachrichten im Sender als auch zur Entschlüsselung und Dechiffrierung im Empfänger benutzt wird. Dieser Schlüssel muss vor der Kommunikation erzeugt und über einen sicheren Kanal zwischen den Kommunikationspartnern ausgetauscht werden. Der Vorteil dieses im herkömmlichen GSM angewendeten Verschlüsselungsverfahrens ist, dass es sehr schnell arbeitet.
  • Asymmetrische Verschlüsselung: Dieses Verfahren benutzt zwei unabhängige, aber zueinander passende asymmetrische Schlüssel. Es ist nicht möglich, mit einem Schlüssel den anderen zu berechnen. Der „Public Key” ist öffentlich zugänglich und dient der Verschlüsselung. Der „Private Key” ist geheim und wird bei der Entschlüsselung verwendet. Im Gegensatz zu den symmetrischen Verschlüsselungsverfahren sind die asymmetrischen Methoden wesentlich langsamer, bieten dafür aber auch eine höhere Sicherheit.
 
 

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